Vorratsschädlinge: Ungebetene Mitbewohner

Vorratsschädlinge sind Tierarten, die Nahrungs- und Genussmittel nach der Ernte, beim Transport und während der Lagerung befallen. Auch bei der Vorratshaltung im Haushalt und in der Apotheke richten sie erheblichen Schaden an. Für die Beratung und im eigenen Interesse ist es also gut zu wissen, welche Methoden gegen die ungebetenen Kostgänger zu Hause und in der Offizin helfen.

© Mau Horng / shutterstock.com

Im Apothekenalltag kommt es immer wieder vor, dass Kunden von Schädlingen im Haushalt berichten und um Rat fragen, was dagegen zu tun sei. Manchmal ist sogar zoologische Kenntnis in der Offizin gefragt, wenn Schächtelchen mit Larven, ausgebildeten Insekten oder Kotresten mitgebracht werden.

Ist die Apotheke in ländlichen Gegenden gelegen, empfiehlt sich vielleicht die Anschaffung eines Bestimmungsbuches. Normalerweise bedingt die strenge pharmazeutische Kontrolle eine große Reinheit der apothekenüblichen Drogen. Dennoch kommt es vor, dass Schädlinge in der Apotheke auftreten. In diesem Fall muss konsequent gegen diese vorgegangen werden.

Schadinsekten
Insekten sind die größte Tierklasse der Erde. So stellen sie daher auch die meisten Schädlinge, die im Haushalt und in der Apotheke unterwegs sind. Meist handelt es sich um die Ordnungen der Käfer, Schaben und Schmetterlinge (Motten), die als ausgewachsene Tiere, aber auch als Eier und Larven Sorgen bereiten.

Körner, Nüsse und Sämereien, besonders Müslimischungen, beherbergen diese Krabbeltiere in verschiedenen Entwicklungsstadien. In der Apotheke finden sie sich zuweilen in Blatt- und Krautdrogen, in Leinsamen, Korianderkörnern oder Kümmel- und Fenchelfrüchten oder Bockshornkleesamen. Im Haushalt treten Käfer und Larven zudem in Backwaren, Nudeln, Haferflocken, Dörrobst, Mehl und Grieß auf; auch Kleintierfutter kann eine Quelle sein.

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Käfer-, Schaben- und Mottenbefall lässt sich zuerst an den erwachsenen Tieren selbst erkennen. Die Käfer sind meist dunkel gefärbt, eher länglich und schnelle Läufer. Schaben sehen käferähnlich aus und sind ebenfalls sehr flink. Beide Tierarten scheuen helles Licht und helle Flächen, sie verschwinden bevorzugt in Ritzen und Nischen.

Die Motten sind etwa einen halben Zentimeter groß, beige bis weißlich gefärbt und haben einen schwirrenden Flug. Außer den erwachsenen Tieren fallen kleinste Kotkrümelchen in den Vorräten auf oder bei Käfern und Motten die meist hell gefärbten Larven, die die Gestalt von kleinen oder größeren Würmchen haben.

Andrea Lubliner

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 09/2010 auf Seite 64 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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