Editiorial: Unruhestifter
Seit einigen Monaten stehen sie im Mittelpunkt der Diskussion: die Rabattverträge. Geschlossen zwischen den pharmazeutischen Firmen und den Krankenkassen sorgen sie in den Apotheken für große Unruhe und führen bei vielen Patienten zu Verunsicherung und Unzufriedenheit.
Die zum Teil erheblichen Lieferschwierigkeiten werden nicht etwa dem Verursacher angelastet, sondern der Apotheke. Und wie sollen vor allem ältere Menschen verstehen, warum zum Beispiel ihre Blutdrucktablette, die jahrelang blau war, nun auf einmal weiß ist und auch ihre Form sich verändert hat. Wurde eigentlich schon untersucht, ob die Einsparungen nicht durch mangelnde Compliance wieder aufgefressen werden? Interessante Neuigkeiten gibt es aus Westfalen-Lippe. Dort haben AOK-Patienten die Möglichkeit, ihr bisheriges Präparat weiterhin einzunehmen, wenn sie den Differenzbetrag zum Rabattarzneimittel selbst bezahlen, meldet die ABDA im Juli.
Uns interessieren Ihre Erfahrungen, die Sie täglich mit diesem Themenkomplex in der Apotheke machen. Wie reagieren Ihre Kunden auf die Situation? Und wie gehen Sie im Team mit der veränderten Situation um? Schreiben Sie uns Ihre Meinung, Ihre Erlebnisse aus der Praxis an das-pta-magazin@springer-gup. Die Ergebnisse unserer kleinen Alltagsrecherche finden Sie im nächsten Heft.
Viel Spaß beim Lesen!
Julia Pflegel
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 08/2007 auf Seite 3 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
