Mit Honig Wunden heilen
(kig) Wissenschaftler der Universität Sydney konnten nachweisen, dass manche Honigsorten bei der Behandlung von oberflächlichen Wunden und Infektionen effektiver wirken als Antibiotika.
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Bei den getesteten Honigsorten handelt es sich um Manuka und Jelly Bush aus Neuseeland bzw. Australien. Beide sind als medizinische Varianten erhältlich, werden jedoch in Krankenhäusern kaum eingesetzt.
Mit der vorliegenden Studie konnte nach Mitteilung der Forscher erstmals gezeigt werden, dass der medizinische Honig in vielen Fällen antibiotische Cremes auf Wunden oder an Kathetern ersetzen könnte. In Anbetracht einer immer kürzeren Lebensdauer vieler Antibiotika sind alternative Behandlungswege gegen Infektionen unerlässlich.
Den getesteten Honigsorten ist gemein, dass sie von Bienen produziert werden, die sich von Pflanzen der Gattung Leptospermum - allgemein auch als Teebaum bekannt - ernähren. Bisher wissen die Forscher nicht genau, wie der Honig Infektionen vermeidet und abtötet. Sie vermuten, dass ein Bestandteil namens Methylglyoxal eine Wechselwirkung mit anderen, bisher unbekannten, Bestandteilen des Honigs eingeht und so infektionsauslösende Bakterien daran hindert, neue Stämme zu bilden, die gegen den Honig resistent sind.
24.07.09
Quelle: Institut Ranke-Heinemann