Fußpilz effektiv behandeln
(kig) Eine aktuelle Metaanalyse zeigt, dass eine einzige Anwendung einer filmbildenden Terbinafin-Lösung genügt, um Tinea pedis interdigitalis mindestens so effektiv zu bekämpfen wie es mit anderen, länger anzuwendenden Antimykotika möglich ist. Das berichtete Professor Hans Christian Korting vom Universitätsklinikum München am vergangenen Donnerstag auf einer Veranstaltung der Novartis Consumer Health GmbH.
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Der Metaanalyse liegt eine Literaturrecherche zum Thema topische Fußpilzbehandlung zugrunde. Von 78 Publikationen entsprechen 32 Studien den Qualitätskriterien doppelblind, randomisiert, placebokontrolliert, Indikation Tinea pedis interdigitalis, mykologische Heilung als ein Endpunkt, mindestens 30 Patienten.
Der indirekte, das heißt rechnerische Wirksamkeitsvergleich ergab, dass die Terbinafin-Einmalanwendung (Lamisil® Once) beispielsweise vergleichbar wirksam ist wie Bifonazol-Antimykotika bei deutlich kürzerer Anwendungsdauer. Gegenüber Ciclopiroxolamin erwies sich die filmbildende Lösung deskriptiv, gegenüber den Azolen Clotrimazol und Oxiconazol sowohl statistisch als auch deskriptiv überlegen.
Im Unterschied zu der Terbinafin-Einmalanwendung müssen alle anderen Antimykotika wie Azole meist über mehrere Wochen angewendet werden, berichtete Korting. Viele Patienten empfänden dies als zu lange und brächen die Therapie vorzeitig ab. Als Folge davon könne der Fußpilz immer wieder auftreten und es könne zu schweren Komplikationen wie Nagelpilz kommen. Daher sei die kurze Anwendungsdauer der filmbildenden Lösung ein entscheidender Therapievorteil, weil sich dadurch der Behandlungserfolg und die Therapiesicherheit erhöhen, so Korting.
11.08.09
Quelle: Neue Metaanalyse: Die Terbinafin-Einmalanwendung im Vergleich mit anderen Wirkstoffen, Novartis Consumer Health GmbH, August 2009, München