Überdosierung von Paracetamol i.v.

(kig) Die Firma Bristol-Myers Squibb warnt in einem Rote-Hand-Brief vor versehentlicher Überdosierung von Paracetamol i.v. (Perfalgan®) bei Neugeborenen und Säuglingen. Es bestehe das Risiko, das nach Millilitern (ml) zu applizierende Volumen mit der Menge in Milligramm (mg) zu verwechseln.

Dies führe zu einer 10fachen Überdosierung. Weltweit wurden 23 Fälle von Überdosierungen mit intravenös verabreichtem Paracetamol bei Kindern unter einem Lebensjahr berichtet.

Ein Kind starb an den Folgen. In vielen der berichteten Fälle wurde die 100-ml-Durchstechflasche anstelle der für Kinder unter 33 Kilogramm Körpergewicht vorgesehene 50-ml-Durchstechflasche verwendet. Perfalgan enthält 10 Milligramm Paracetamol je 1 Milliliter Lösung.

Den vollständigen Wortlaut des Rote-Hand-Briefes können Sie auf der Homepage des BfArM nachlesen.

21.07.10

Quelle: Arzneimittelkommission Deutscher Apotheker

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