Reiseapotheke für Kinder
(kig) Kinder leiden auf Reisen häufiger unter kleineren Verletzungen, Durchfall oder Fieber als Erwachsene. Dies sollten Urlauber bei der Zusammenstellung der Reiseapotheke berücksichtigen, empfiehlt das CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf, und hat eine Checkliste für eine „kindgerechte Reiseapotheke“ zusammengestellt.
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Demnach sollte, wer mit Säuglingen, Kleinkindern oder Schulkindern unterwegs ist, an ein Fieberthermometer sowie eventuell dauerhaft einzunehmende Medikamente denken. Auch Präparate gegen Durchfall, Elektrolytverluste, Erbrechen/Übelkeit/Reisekrankheit, Erkältung, Fieber/Schmerzen (Wirkstoff: Paracetamol), Husten, Hals- und Ohrenschmerzen, Verstopfung, Blähungen, Magen-/Darmkrämpfe sowie Augenentzündungen gehören eingepackt. Ggf. auf Anraten des Arztes zusätzlich antiallergische und antibiotische Medikamente mitnehmen.
Für Erste-Hilfe-Maßnahmen bei kleineren Verletzungen darf Verbandsmaterial, ein Mittel zur Wunddesinfektion, bei Verbrennungen, Verstauchungen und Sportverletzungen sowie eine Splitterpinzette nicht fehlen. Letztere eignet sich auch zur Entfernung von Zecken.
An eine Creme mit hohem UV-A- und UV-B-Lichtschutzfaktor (LSF 20 oder höher) sollte ebenfalls gedacht werden. Je nach Reiseziel ist Insektenschutz ebenfalls wichtig. Für Kinder ab 2 Jahre eignen sich Mittel mit dem Wirkstoff Icaridin. Pflanzliche Mittel und der Wirkstoff DEET in niedriger Konzentration (bis 30%) haben nur eine kurze Wirkzeit. DEET in höherer Konzentration (50 %) wird erst ab einem Alter von 9 Jahren empfohlen. Für Länder mit einem niedrigen Hygienestandard empfiehlt es sich zumdem, etwas zur Wasserdesinfektion mitzunehmen.
Weitere Tipps
Bei Reisen in südliche Länder sollten zudem – wenn eine kühle Lagerung der Medikamente nicht sichergestellt ist – keine Zäpfchen mitgenommen werden. Diese weichen bei Hitze leicht auf und sind dann kaum anzuwenden. Säfte oder Tropfen sind die bessere Darreichungsform.
Die Wirkstoffe mancher Medikamente können bei extremer Hitze (über 40°C) beeinträchtigt werden. Das Gepäckstück mit der Reiseapotheke sollte daher nicht extremer Hitze ausgesetzt werden.
Bei regelmäßig anzuwendenden Arzneimitteln sollte etwa 1/3 mehr als die für den Zeitraum übliche Menge eingepackt werden.
Wichtige Notfall- und Dauermedikamente gehören grundsätzlich zur Hälfte ins Handgepäck, falls Ihr Koffer abhanden kommen sollte.
Auch während der Reise und am Urlaubsort müssen die Medikamente kindersicher aufbewahrt werden.
Die Checkliste zum Herunterladen sowie weitere Informationen und wichtige Hinweise zu Lagerung und Transport von Arzneimitteln hat das CRM auf seiner Internetseite in der Rubrik „Empfehlungen & Tipps“ zusammengestellt.
30.07.10
Quelle: Centrum für Reisemedizin