Die Reiseapotheke

Schon die Indianer nahmen kleine Lederbeutel mit Arzneimitteln und Produkten zur Wundversorgung mit auf die Reise. Begüterte in Europa verwendeten Holzkästen, in denen sich zahlreiche Fläschchen mit Tinkturen und Pulvern befanden. Heute dienen Kunststoffbeutel für das Handgepäck im Flugzeug bis hin zur Autobatterie-betriebenen Thermobox als Reiseapotheke.

Als Reiseapotheke für nicht zu kühlende Produkte reicht ein gut verschließbarer, abwischbarer und etwas gepolsterter Beutel aus. Für die Mitnahme von Insulin oder anderen bei 2 bis 8 °C zu lagernden Produkten gibt es sowohl passive als auch aktive Kühlmöglichkeiten. Bei den passiven Möglichkeiten handelt es sich um Thermo- oder Kühltaschen in diversen Größen, die meist mit zusätzlichen Kühlakkus ausgestattet sind. Aktive Kühlboxen hingegen werden an den Strom oder die Autobatterie (Zigarettenanzünder) angeschlossen. Somit stellen sie eine Art Minikühlschrank dar.

Liegt eine Dauermedikation vor, sollte diese ebenfalls in ausreichender Menge eingepackt werden. Bei einem dreiwöchigen Aufenthalt ist es sinnvoll, mindestens fünf Tagesdosen über den Bedarf einzuplanen.

Im Flieger

Der Transportraum von Flugzeugen ist unbeheizt. Daher gehören Arzneimittel stets ins Handgepäck. Das gilt vor allem für flüssige und temperaturempfindliche, zu denen auch die Produkte zählen, die bei 2 bis 8 °C gelagert werden sollen. Wegen der neuen Sicherheitsbestimmungen muss berücksichtigt werden, dass Packungen mit Flüssigkeiten sowie Spraydosen jeweils nicht mehr als 100 ml enthalten dürfen. Die Präparate müssen in einem durchsichtigen Beutel an Bord gebracht werden. Nähere Informationen – zum Beispiel zum Mitführen von Arzneimittel in Thermoboxen – sind bei der jeweiligen Fluggesellschaft zu erfragen. Manche der Gesellschaften bieten für die Dauer des Fluges die Aufbewahrung im Bordkühlschrank an.

Dr. Constanze Schäfer

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 06/2008 auf Seite 26 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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