Ginkgoblätterextrakt

Ein lebendes Fossil mit ungewöhnlichen Blättern – der Ginkgobaum fasziniert schon äußerlich. Volksheilkunde und Homöopathie setzen die getrockneten Blätter des Ginkgobaums seit langem ein. Doch auch in der Phytotherapie wird ein standardisierter, geprüfter Trockenextrakt bei Durchblutungsstörungen, bei Tinnitus sowie bei leichter Demenz angewandt.

Ginkgo biloba ist eine sehr alte Pflanze. Es wurden versteinerte Blätter gefunden, die auf ein Alter von 270 Millionen Jahren datiert werden. Auch botanisch fällt der Baum aus dem Rahmen: Ginkgo ist mit keiner anderen derzeit lebenden Pflanze verwandt.

Anwendungsgebiete

Seit etwa 40 Jahren ist in Deutschland ein Spezialextrakt aus Ginkgoblättern zur symptomatischen Behandlung von primär degenerativer Demenz, vaskulärer Demenz oder Mischformen aus beiden zugelassen. Ginkgoblättertrockenextrakt wird zudem in der Therapie neurosensorischer Störungen wie Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und Tinnitus angewendet.

Darreichungsform und Dosierung

Neben homöopathischen Zubereitungen ist Ginkgoblättertrockenextrakt als Lösung mit 40 Milligramm pro Milliliter sowie als Filmtabletten zu je 40, 50, 80, 60, 120 und 240 Milligramm in der Apotheke erhältlich. Erwachsene nehmen zwischen 120 bis 240 Milligramm standardisierten Ginkgoblättertrockenextrakt ein, am besten verteilt auf zwei bis drei Dosen.

Hannelore Gießen

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 06/2008 auf Seite 50 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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