Akne: Die Haut wird erwachsen

„Wenn du heiratest, ist das weg.“ Großmütterliche Weisheiten wie diese dürften schon so manchen verzweifelten Teenager genervt haben, wenn die Akne auf der bis dahin meist makellosen Haut zu blühen beginnen. Hilfreicher als gut gemeinte Worte ist die Anleitung zu konsequenter Hautpflege. In schwereren Fällen empfiehlt sich der rechtzeitige Gang zum Dermatologen.

Akne

Ewa zwischen dem zehnten und 14. Lebensjahr verlieren fast alle Kinder ihren bis dahin eher trocken zarten Teint. Die hormonelle Berg- und Talfahrt auf dem Weg zum Erwachsensein hinterlässt Spuren, auch an der Haut. Mitesser (Komedonen), Pusteln und entzündete Pickel plagen während der Pubertät alle Menschen. Allerdings können die Ausprägungen einer Akne sehr verschieden sein.

Jungen leiden oft stärker und länger als Mädchen. Von diskret, mit nur wenigen Mitessern oder entzündlichen Pusteln, bis zu ausgedehnten Hautveränderungen im Gesicht, an der Brust und auf dem Rücken sind alle Varianten möglich.

Nach dem 20. bis 25. Lebensjahr, da hat Großmama schon recht, klingen die vom griechischen Wort „acme“ abgeleiteten „Hautblüten“ normalerweise wieder ab. Bei einigen Patienten beobachtet man allerdings Verläufe bis ins vierte oder fünfte Lebensjahrzehnt hinein (Akne tarda). Weil die pickelige Plage an der Psyche nagt und die Behandlung zum Geduldsspiel mutiert, greifen Betroffene nicht selten zu radikalen Mitteln. Vom Ausquetschen der roten Erhebungen bis zu aggressiven Reinigungsprozeduren wird alles versucht. Dabei reagiert gerade die „unreine“ Haut empfindlich und kann durch Herumprobieren mit immer neuen kosmetischen Präparaten gereizt oder gar geschädigt werden. Hauttypgerechte und hautschonende Produkte aus der Apotheke helfen, Pflegefehler zu vermeiden.

Stefanie Fastnacht

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 08/2007 auf Seite 58 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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